Schnarchen allein ist nicht immer ein Grund zur Sorge – wird es jedoch von starker Tagesmüdigkeit, Konzentrationsproblemen oder plötzlichem Sekundenschlaf begleitet, sollten Sie ärztlich abklären lassen, ob eine Schlafapnoe vorliegt. Da Betroffene nächtliche Atemaussetzer oft selbst nicht bemerken, sind Beobachtungen von Partnerinnen, Partnern oder Familienmitgliedern besonders wertvoll.
Zur Vorbereitung auf das Arztgespräch kann der digitale Service EverAsk hilfreich sein: Er unterstützt Sie dabei, einen persönlichen Fragen-Spickzettel zusammenzustellen.
Erste Anlaufstelle ist in der Regel die Hausarztpraxis. Besteht der Verdacht auf Schlafapnoe, erfolgt die weitere Abklärung meist durch eine Fachärztin oder einen Facharzt für Pneumologie.
Bei Verdacht auf Schlafapnoe werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt.
Wie wird die Diagnose Schlafapnoe gestellt?
Mit Hilfe von Fragebögen werden typische Beschwerden erfragt.
Wenn jemand mit typischen Symptomen (Müdigkeit, Schnarchen, Konzentrationsprobleme) in die Praxis kommt, nutzt die Hausärztin oder der Hausarzt oft erste Screening-Fragebögen, um einzuschätzen, ob eine Schlafapnoe besteht. Dazu werden meist auch die anatomischen Verhältnisse im Hals-, Nasen- und Rachenraum untersucht.
Für die vertiefende Diagnostik ist der Pneumologe oder die Pneumologin, manchmal auch der Schlafmediziner oder die Schlafmedizinerin zuständig.
Bei Verdacht auf ein Schlafapnoe-Syndrom wird eine Schlafuntersuchung durchgeführt.
Schlafuntersuchung zu Hause: Ein tragbares Gerät (Polygraph) misst während des Schlafs den Atemfluss, die Herzaktivität, den Sauerstoffgehalt im Blut und die Atembewegungen. Zudem wird die Körperlage aufgezeichnet.
Schlafuntersuchung im Schlaflabor: Hier werden zusätzlich Hirnströme, Muskelaktivitäten, Atmung und Kreislauf intensiv überwacht. Eine Videoaufzeichnung kann weiteren Aufschluss geben.