
Prävention/Krankheiten | 23.9.2026
Schlafapnoe: Symptome, Behandlung und Ursachen
Schlafapnoe ist eine häufige Störung, bei der es zu Atemaussetzern und lautem Schnarchen kommt. Chronische Erschöpfung und Herzprobleme können die Folge sein. Wie eine frühzeitige Diagnose und Behandlung für besseren Schlaf und mehr Lebensqualität sorgen, erklärt Pneumologe Dr. Markus Riederer.
Was ist Schlafapnoe?
Schlafapnoe bezeichnet wiederholte Atemaussetzer während des Schlafs. Diese Unterbrechungen der Atmung können zehn Sekunden, aber auch über eine Minute anhalten. Sie führen zu einem unruhigen, oberflächlichen Schlaf und können weitreichende gesundheitliche Folgen haben. Die Gesamtheit der Symptome und Auswirkungen wird als Schlafapnoe-Syndrom bezeichnet.
Obstruktive Schlafapnoe
Bei der obstruktiven Schlafapnoe erschlafft die Schlund- oder Rachenmuskulatur im Schlaf so stark, dass die Atemwege verengt oder blockiert werden. Die Folge: wiederholte Atemaussetzer und meist eine unzureichende Sauerstoffversorgung. Der Körper reagiert mit kurzen Wachphasen, um Luft zu holen – oft hunderte Male pro Nacht. «Betroffene merken davon häufig nichts», weiss Dr. Riederer aus Erfahrung. «Meist fällt der Partnerin oder dem Partner aber das laute Schnarchen mit plötzlichen Pausen auf.»
Zentrale Schlafapnoe
Bei dieser selteneren Form der Schlafapnoe liegt das Problem nicht in einer Blockade der Atemwege, sondern in einer Fehlsteuerung des Gehirns: Der Atemantrieb setzt vorübergehend aus, obwohl die Atemwege offen sind. Auch hier führt der Sauerstoffmangel zu kurzen Wachphasen, die den Schlaf stören.






