
Kostenübernahme Krankenkasse | 1.6.2026
Sind Massagen von der Krankenkasse anerkannt?
Massagen werden von der Grundversicherung nicht bezahlt – mit einer Zusatzversicherung wie Pulse können Sie sich jedoch einen Teil der Kosten zurückholen. Eine Versicherungsexpertin erklärt, wann Massagen von der Krankenkasse anerkannt sind und von welchen Beiträgen Sie profitieren.
«Wenn Sie die Kosten für eine Massage nicht vollständig selbst tragen möchten, kann eine Zusatzversicherung einen Teil übernehmen.»
Übernimmt die Grundversicherung die Kosten für Massagen?
Die Grundversicherung der Krankenkasse übernimmt keine Kosten für Massagen – auch nicht bei gesundheitlichen Beschwerden.
Bei Erkrankungen oder Einschränkungen des Bewegungsapparates bezahlt die Krankenkasse stattdessen häufig eine ärztlich verordnete Physiotherapie, da diese Behandlung im Leistungskatalog der Grundversicherung enthalten ist.
Auch wenn die Massage-Behandlung Schmerzen lindert oder das Wohlbefinden deutlich verbessert, wird auch eine medizinische Massage von der Krankenkasse nicht übernommen, da sie nicht zu den Pflichtleistungen gehört.
Wie viel bezahlt die Zusatzversicherung für eine Massage?
Die Zusatzversicherung übernimmt je nach Krankenkasse und Versicherungsmodell einen Teil der Kosten für Massagen.
Die ambulante Zusatzversicherung Pulse der KPT unterstützt Leistungen für Gesundheit und Prävention, darunter nicht nur Massage, sondern auch weitere anerkannte Therapiemethoden wie Fussreflexzonen-Massage oder manuelle Lymphdrainage:
- Pulse Top: 75 Prozent der Kosten bis 250 Franken pro Jahr
- Pulse Premium: 75 Prozent der Kosten bis 650 Franken pro Jahr
Wie viel die Krankenkasse tatsächlich an eine Massage bezahlt, hängt von der gewählten Deckung ab. Eine Zusatzversicherung lohnt sich besonders, wenn Sie regelmässig zur Massage gehen möchten.
Gibt es bei der Zusatzversicherung eine Franchise?
Bei Zusatzversicherungen gibt es je nach Krankenkasse und Versicherungsart unterschiedliche Regelungen zur Franchise. Die Franchise ist der Anteil, den Sie zuerst selbst bezahlen, bevor die Krankenkasse weitere Kosten übernimmt.
Bei der KPT gilt für die Zusatzversicherungen Pulse Top und Premium eine Franchise von 100 Franken pro Jahr für Behandlungen der Komplementärmedizin – sie gilt nicht für Massagen.
Entspannt bleiben dank Pulse
Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit die Krankenkasse Massagen bezahlt?
Damit eine Massage von der Krankenkasse anerkannt und bezahlt wird, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.
Bei den ambulanten Zusatzversicherungen Pulse Top und Pulse Premium gelten folgende Bedingungen:
- Die Massage-Methode ist auf der Liste der anerkannten Therapien der Komplementärmedizin aufgeführt.
- Ihr Therapeut oder Ihre Therapeutin ist EMR- oder ASCA-anerkannt.
- Oder die anerkannte Therapie wird durch eine Fachärztin oder einen Facharzt mit eidgenössischem Diplom durchgeführt.
- Eine ärztliche Überweisung ist nicht erforderlich.
So können Sie sicher sein, dass Sie in guten Händen sind – und die Therapie professionell, qualifiziert und auf dem neuesten Stand erfolgt – für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden.
Wie prüfe ich, ob meine Massage von der Krankenkasse anerkannt wird?
Ob die Massage durch die Krankenkasse anerkannt wird, erfahren Sie am einfachsten über Ihre Krankenkasse selbst. Bei vielen Krankenkassen sind folgende Verzeichnisse massgebend:
Dort finden Sie anerkannte Therapeutinnen und Therapeuten in Ihrer Nähe.
Aus der Zusatzversicherung Pulse Top oder Premium werden Massage-Kosten nur vergütet, wenn die Therapeutin oder der Therapeut ERM- oder ASCA-anerkannt ist. Oder eine Fachärztin oder einen Facharzt mit eidgenössischem Diplom führt die Therapie durch. Prüfen Sie bereits vor der Terminbuchung, ob Ihre Masseurin oder Ihr Masseur dort gelistet ist – so vermeiden Sie unerwartete Kosten.
Wie kann ich eine Massagebehandlung über meine Krankenkasse abrechnen?
Sie können Ihre Massage ganz einfach über die Zusatzversicherung abrechnen. Bei der Zusatzversicherung Pulse der KPT gehen Sie wie folgt vor:
- Lassen Sie die Massage (gemäss Liste anerkannter Therapiemethoden) bei einer ASCA- oder EMR- anerkannten Therapeutin oder einem anerkannten Therapeuten durchführen.
Massage-Therapie finden.
EMR-Therapeutin finden.
ASCA-Therapeuten finden. - Reichen Sie die Rechnung über das Kundenportal KPTnet, die KPT-App oder per Post ein.
- Die KPT prüft die Rechnung und erstattet den festgelegten Anteil – je nach Leistungsklasse bis zu 75 Prozent.
Tipp: Achten Sie darauf, dass die Rechnung vollständig ist (inkl. Methode, Datum und Therapeuten-Nummer). So vermeiden Sie Rückfragen und erhalten Ihre Rückerstattung schneller.
Beiträge für Massagen sichern
Das Wichtigste in Kürze
- Die Grundversicherung bezahlt Massagen nicht.
- Eine Zusatzversicherung kann einen Teil der Kosten für Massagen decken.
- Entscheidend sind die Versicherungsbedingungen der jeweiligen Krankenkasse.
- Mit der ambulanten Zusatzversicherung Pulse Top oder Premium der KPT sind Beiträge von 75 Prozent bis 650 Franken pro Jahr möglich.
- Voraussetzung für eine Kostenübernahme durch Pulse Top oder Premium ist eine Behandlung bei anerkannten Therapeutinnen und Therapeuten (EMR/ASCA).
Häufige Fragen - Massage
Weitere Artikel zum Thema

Fitness-Abo und Sport: Das zahlt die Krankenkasse
Ein Fitness-Abo stärkt Gesundheit und Wohlbefinden – doch übernimmt die Krankenkasse? Über Zusatzversicherungen beteiligen sich viele Krankenkassen am Abo fürs Gym und an Sportangeboten. Die KPT unterstützt Sie mit bis zu 300 Franken pro Jahr für Ihr Abo im Gym und bis zu total 600 Franken für Sport und Bewegung mit der Zusatzversicherung Pulse.

Komplementärmedizin: Was bezahlt die Krankenkasse?
Komplementärmedizin ergänzt die klassische Schulmedizin mit Methoden wie Akupunktur, Homöopathie oder Osteopathie. In der Schweiz übernimmt die Grundversicherung der Krankenkasse unter bestimmten Voraussetzungen nur fünf Methoden der Komplementärmedizin – mit einer guten Zusatzversicherung können Sie deutlich mehr Therapien abdecken.

Vorsorgeuntersuchung und Gesundheitscheck: Was ist sinnvoll?
Gesundheitschecks sind wichtig, um Krankheiten und Risikofaktoren früh zu erkennen. Allerdings werden in der Schweiz nicht alle Vorsorgeuntersuchungen von der Grundversicherung der Krankenkasse übernommen. Welche Check-ups sinnvoll sind, wie es mit der Kostenübernahme aussieht und was Zusatzversicherungen für die Gesundheitsvorsorge bieten, erfahren Sie hier.

Bauchfett loswerden: Expertentipps gegen viszerales Fett
Bauchfett ist gefährlich, denn es ist für eine Reihe von Krankheiten verantwortlich. Wer viel viszerales Fett im Bauchraum ansammelt, hat zum Beispiel ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck und Diabetes. Doch ab wann wird es gefährlich? Wie können wir mit gesunder Ernährung und Sport das viszerale Fett am schnellsten verbrennen? Alle wichtigen Infos und Tipps von Dr. Philipp Nett und Fitness-Coach und Ernährungsberater Savo Hertig.

Zusatzversicherungen: Welche sind in der Schweiz sinnvoll?
In der Schweiz ist die Grundversicherung für alle obligatorisch. Zusatzversicherungen hingegen nicht. Warum es sich lohnt, eine Zusatzversicherung abzuschliessen und was es dabei zu beachten gibt, lesen Sie hier.


