
Frauengesundheit | 5.5.2026
Eisenmangel – was tun? Ursachen, Symptome und Expertentipps
Eisenmangel gehört zu den weltweit häufigsten Mangelerscheinungen. Auch in der Schweiz sind rund 15 bis 20 Prozent aller Frauen im Menstruationsalter davon betroffen. Da Eisenmangel jedoch oft schleichend verläuft und unspezifische Symptome zeigt, gibt es eine hohe Dunkelziffer. Die beste Möglichkeit, einem Eisenmangel vorzubeugen, ist eine eisenreiche Ernährung, wie Dr. med. Urania Kolyvanos Naumann erklärt.
Was ist Eisenmangel und warum ist Eisen so wichtig für den Körper?
Eisen ist für unseren Körper, die Energieversorgung seiner Zellen und viele weitere Stoffwechselprozesse unentbehrlich. Das lebenswichtige Spurenelement hilft unter anderem dabei, den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) in den roten Blutkörperchen zu bilden. Hämoglobin ist dafür zuständig, Sauerstoff mit dem Blut zu den Organen und Muskeln zu transportieren.
Steht dem Körper zu wenig Eisen zur Verfügung, spricht man von Eisenmangel. In diesem Fall kann nicht ausreichend Hämoglobin gebildet werden, was sich negativ auf die körperliche und geistige Gesundheit sowie die Leistungsfähigkeit auswirken kann.
Was ist Blutarmut (Anämie) – und wie hängt sie mit Eisenmangel zusammen?
Blutarmut, auch Anämie genannt, liegt vor, wenn der rote Blutfarbstoff oder die Zahl der roten Blutkörperchen im Blut zu niedrig ist. In etwa 80 Prozent der Fälle entsteht sie durch Eisenmangel – dann spricht man von einer Eisenmangelanämie. Diese Form der Anämie liegt vor, wenn der Hämoglobinwert unter den Normalbereich fällt: laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter 12 g/dl bei Frauen und unter 13 g/dl bei Männern. Besonders häufig sind Frauen betroffen, die rund 80 Prozent der Fälle ausmachen.





