
Männergesundheit | 4.2.2026
Unterbindung beim Mann – Ist die Vasektomie sinnvoll und sicher?
Die Vasektomie, oder auch Sterilisation, Unterbindung, ist ein minimalinvasiver chirurgischer Eingriff zur Empfängnisverhütung beim Mann. Dabei durchtrennt der Arzt oder die Ärztin die Samenleiter, so dass keine Spermien mehr in die Samenflüssigkeit gelangen können. Der Eingriff führt lediglich zur Zeugungsunfähigkeit. Sexualtrieb, Hormonproduktion und Erektionsfähigkeit bleiben unverändert. Erfahren Sie mehr über die Vorbereitung und den Ablauf einer Unterbindung und welche Leistungen die Krankenkassen in der Schweiz übernehmen.
Vorbereitung und Ablauf einer Unterbindung beim Mann
Vor der Vasektomie führt die Ärztin oder der Arzt eine Anamnese durch und informiert den Patienten in einem umfassenden Aufklärungs- und Beratungsgespräch.
Die Unterbindung selbst dauert 15 bis 30 Minuten und wird in der Regel ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt.
Der Eingriff erfolgt über zwei mögliche Zugänge:
- Klassische Vasektomie: Die beiden Samenleiter werden durch zwei kleine Schnitte in die Hodensackhaut freigelegt.
- Non-Scalpel-Vasektomie: Die Hodensackhaut wird nur punktförmig eröffnet und etwas gespreizt.
Die Ärztin oder der Arzt durchtrennt die freigelegten Samenleiter, kürzt sie um ein bis zwei Zentimeter und verschliesst die Enden durch Clips, Verödung oder Abbinden. Damit sie nicht wieder zusammenwachsen können, verlegt die Ärztin oder der Arzt die Enden der Samenleiter in verschiedene Gewebeschichten des Hodensacks. Abschliessend wird die Haut mit selbstauflösenden Fäden vernäht oder mit einem Pflaster verschlossen.









