
Männergesundheit | 4.2.2026

Männergesundheit | 4.2.2026
Die Vasektomie, oder auch Sterilisation, Unterbindung, ist ein minimalinvasiver chirurgischer Eingriff zur Empfängnisverhütung beim Mann. Dabei durchtrennt der Arzt oder die Ärztin die Samenleiter, so dass keine Spermien mehr in die Samenflüssigkeit gelangen können. Der Eingriff führt lediglich zur Zeugungsunfähigkeit. Sexualtrieb, Hormonproduktion und Erektionsfähigkeit bleiben unverändert. Erfahren Sie mehr über die Vorbereitung und den Ablauf einer Unterbindung und welche Leistungen die Krankenkassen in der Schweiz übernehmen.
Vor der Vasektomie führt die Ärztin oder der Arzt eine Anamnese durch und informiert den Patienten in einem umfassenden Aufklärungs- und Beratungsgespräch.
Die Unterbindung selbst dauert 15 bis 30 Minuten und wird in der Regel ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt.
Der Eingriff erfolgt über zwei mögliche Zugänge:

Die Ärztin oder der Arzt durchtrennt die freigelegten Samenleiter, kürzt sie um ein bis zwei Zentimeter und verschliesst die Enden durch Clips, Verödung oder Abbinden. Damit sie nicht wieder zusammenwachsen können, verlegt die Ärztin oder der Arzt die Enden der Samenleiter in verschiedene Gewebeschichten des Hodensacks. Abschliessend wird die Haut mit selbstauflösenden Fäden vernäht oder mit einem Pflaster verschlossen.
Der gesamte Heilungsprozess dauert zirka 2 Wochen und die Fäden lösen sich nach maximal 14 Tagen von selbst auf. In den ersten Tagen nach dem Eingriff können leichte Schmerzen oder ein Ziehen auftreten.
Um den Genesungsprozess beim Mann nach einer Sterilisation zu unterstützen ist während den ersten 2 Wochen empfohlen
Wichtig: Die Unfruchtbarkeit tritt meist erst nach 8 bis 12 Wochen ein. Sie muss durch eine Nachkontrolle bestätigt werden.
Die Vasektomie ist mit einem Pearl-Index von 0.1 - 0.2 die sicherste Verhütungsmethode für den Mann. Das bedeutet, dass statistisch gesehen zwischen einer bis zwei von 1000 Partnerinnen eines sterilisierten Mannes schwanger wird. Es kann jedoch mehrere Monate dauern, bis die Zeugungsunfähigkeit nach dem Eingriff gewährleistet ist.
Bei einer ersten Nachuntersuchung etwa zwei bis drei Monate nach der Unterbindung wird mit einer Spermiogramm-Probe überprüft, ob sich noch Spermien im Ejakulat befinden. In der Regel dauert es 20 bis 25 Ejakulationen, bis alle Spermien ausgeschieden sind. Je nach Ergebnis ist eine zweite Nachuntersuchung nach einigen Wochen nötig. Sind keine Spermien mehr vorhanden und ist die Zeugungsunfähigkeit bestätigt, kann auf weitere Verhütungsmittel verzichtet werden.
In seltenen Fällen wachsen die durchtrennten Samenleiter in den ersten Monaten nach dem Eingriff wieder zusammen (Rekanalisierung). In diesem Fall kann die Operation wiederholt werden.
Die Kosten für die ärztliche Untersuchung, Beratung und Eingriff belaufen sich auf rund 1’000 Franken. Für die Nachkontrolle fallen Laborkosten von etwa 100 Franken pro Spermiogramm an.
Die Grundversicherung zahlt in der Regel keine Beiträge an die Sterilisation beim Mann. Einige Zusatzversicherungen übernehmen einen Teil der Kosten. Am besten ist es, eine Kostenübernahme bei der Krankenkasse abzuklären, bevor der Eingriff vorgenommen wird.

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Die Vasektomie ist ein sicheres Verfahren. Wie bei jedem medizinischen Eingriff können jedoch Komplikationen wie Schwellungen oder Infektionen auftreten. Diese sind jedoch selten und meist harmlos.
Es ist möglich, dass sich hinter den Nebenhoden bis zur Unterbindungsstelle kleine knotenartige Einschlüsse von Spermien bilden (Sperma-Granulome). Diese bleiben meist unbemerkt, können in Einzelfällen jedoch Schmerzen verursachen. In den meisten Fällen bilden sie sich jedoch von selbst zurück.
Nebenwirkungen einer Sterilisation beim Mann sind selten. In Einzelfällen können folgende Nebenwirkungen auftreten:
Prinzipiell ist es möglich, die Samenleiter in einem aufwendigen und teuren mikrochirurgischen Verfahren wieder miteinander zu verbinden (Refertilisierung). Allerdings ist der Eingriff nicht immer erfolgreich und der Mann nachher wieder fruchtbar. Die Erfolgsquote liegt bei etwa 85 %. Die Erfolgsrate sinkt vor allem, wenn die Vasektomie schon länger zurückliegt.
Eine Vasektomie ist als dauerhafte Verhütungsmethode gedacht und führt zu einer dauerhaften Zeugungsunfähigkeit. Deshalb sollte die Entscheidung für eine Sterilisation auch beim Mann nur nach sorgfältiger Abwägung aller Argumente getroffen werden. Vor einer Unterbindung sollte deshalb unbedingt ein beratendes Gespräch mit dem Urologen oder der Urologin stattfinden.
Grundsätzlich hat eine Vasektomie keinen Einfluss auf das Lustempfinden, die Erektion und den Orgasmus. Auch die Menge des Ejakulats bleibt gleich und die Hormone werden weiterhin produziert.
Viele Männer berichten von besserem und unbeschwerterem Sex nach der Sterilisation, einzelne von anfänglicher Unsicherheit und Bedauern. Eine gute und umfassende Beratung, die auch psychische Aspekte berücksichtigt, ist daher wichtig.
Die Vasektomie ermöglicht eine dauerhafte und sichere Verhütung. Im Vergleich zu anderen Methoden hat sie folgende Vorteile:

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