
Wohlbefinden | 28.5.2026
Expertentipps: Mikrobiom aufbauen und stärken
Der Einfluss des Mikrobioms auf die Gesundheit ist grösser, als lange angenommen wurde. Um ein gesundes Darm-Mikrobiom aufzubauen, ist eine ausgewogene, faserreiche Ernährung entscheidend. Der Gastroenterologe Dr. med. Joachim Mertens erklärt, was das genau bedeutet, und gibt Tipps für einen gesunden Lebensstil.
«Das Mikrobiom eines jeden Menschen ist so einzigartig wie sein Fingerabdruck und seine Iris. Es macht etwa eineinhalb bis zwei Kilogramm des Körpergewichts aus.»
Was ist das Mikrobiom?
Das Mikrobiom ist ein komplexes Ökosystem von Mikroorganismen, die auf und in uns leben. Vor allem Billionen von Bakterien, aber auch Viren, Pilze und andere Mikroben leben in einer symbiotischen Gemeinschaft zusammen und tun viel Gutes für uns. «Das Mikrobiom eines jeden Menschen ist so einzigartig wie sein Fingerabdruck und seine Iris. Es macht etwa eineinhalb bis zwei Kilogramm des Körpergewichts aus», sagt Joachim Mertens.
«Das Mikrobiom eines jeden Menschen ist so einzigartig wie sein Fingerabdruck und seine Iris. Es macht etwa eineinhalb bis zwei Kilogramm des Körpergewichts aus»
Jede Körperfläche, die mit der Aussenwelt in Kontakt kommt, ist von Mikroorganismen besiedelt: die Haut und die Schleimhäute von Mund, Rachen, Nase und Genitalien. Die meisten Mikroben leben jedoch im Darm. Früher nannte man sie Darmflora, heute spricht man von Mikrobiom, was so viel wie «kleinste Lebewesen» bedeutet.
Das Darm-Mikrobiom wird von genetischen Faktoren, der Umwelt und dem Lebensstil beeinflusst. «Erst in den letzten Jahren haben wir erkannt, wie wichtig seine Zusammensetzung für die Gesundheit oder die Entstehung von Krankheiten ist», erklärt Joachim Mertens. «Zum Teil ist das Mikrobiom vorgegeben, aber wir können es auch beeinflussen – vor allem über die Ernährung, die sowohl positive als auch negative Effekte haben kann.»






