
Wohlbefinden | 4.5.2026
Darmgesundheit: Wie ein gesunder Darm unser Wohlbefinden fördert
Der Darm ist ein wichtiges, aber oft vernachlässigtes Organ. Dabei hat die Darmgesundheit einen grossen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Denn der Darm verdaut nicht nur Nahrung, sondern ist auch entscheidend für die Immunfunktion und Stoffwechselvorgänge. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Gewohnheiten können wir unsere Darmgesundheit positiv beeinflussen, sagt der Gastroenterologe Dr. med. Joachim Mertens.
Aufbau und Funktion des Darms
Der Darm reicht vom Magenausgang bis zum After und gliedert sich in den Dünndarm und den Dickdarm.
Der drei bis fünf Meter lange Dünndarm schliesst an den Magen an und liegt gefaltet in der Bauchhöhle. Er nimmt den durch die Magensäure zersetzten Speisebrei auf und zerlegt mit Hilfe von Enzymen und Gallensaft die Nährstoffe in ihre chemischen Bestandteile. Diese gelangen über das Blut zu den Organen.
Danach wird der Brei in den etwa ein- bis eineinhalb Meter langen Dickdarm im rechten Unterbauch geschoben, der ihm Wasser und Salze entzieht. Letzte Station ist der 16 Zentimeter lange Mastdarm, bevor der Stuhl ausgeschieden wird.
Eine entscheidende Rolle beim gesamten Verdauungsprozess spielt das Mikrobiom des Darms: ein komplexes Ökosystem von Mikroorganismen, dessen Vielfalt und Gleichgewicht für die Gesundheit äusserst wichtig ist.
Warum ein gesunder Darm wichtig ist
Der Einfluss des Darms auf die Gesundheit ist grösser als lange angenommen. «Wir haben erst in den letzten Jahren erkannt, wie eng der Darm mit dem gesamten Organismus verknüpft ist», erklärt Joachim Mertens. «Es gibt nachgewiesene Effekte des Darms auf das Nerven- und Immunsystem, auf Stoffwechselprozesse, auf die Psyche und die Entstehung von Krankheiten wie Diabetes, Krebs, Autoimmunerkrankungen, Herz-Kreislauf-Störungen und Depressionen.»








