
Prävention/Krankheiten | 2.7.2026
Angina – Ein Arzt erklärt Ursachen, Symptome und Behandlung
Angina, auch bekannt als Mandelentzündung oder Tonsillitis, ist eine häufige Erkrankung, die besonders in der kalten Jahreszeit auftritt. Sie wird meist durch Viren oder Bakterien verursacht und ist hoch ansteckend. Typische Symptome sind Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Fieber. HNO-Spezialist Dr. Grégory Schürmann erklärt, wie man Angina erkennt, behandelt und vorbeugt.
Was ist Angina?
Eine Angina (Mandelentzündung) ist eine akute Entzündung der Gaumenmandeln. Sie gehört zu den häufigsten Gründen für einen Arztbesuch: Laut Dr. Grégory Schürmann betreffen etwa 2 Prozent aller ambulanten Konsultationen eine Angina. In den meisten Fällen handelt es sich um eine virale Infektion, die nach 5 bis 7 Tagen ohne spezielle Behandlung abklingt.
Virale oder bakterielle Angina?
Eine virale Angina wird durch Erkältungsviren wie Rhinoviren, Adenoviren oder das Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht. Sie heilt meist innerhalb weniger Tage von selbst aus und benötigt keine Antibiotika.
Eine bakterielle Angina wird häufig durch Streptokokken ausgelöst. In solchen Fällen ist eine Antibiotikabehandlung, beispielsweise mit Penicillin, häufig sinnvoll, um Komplikationen wie einen Abszess im Rachenraum zu verhindern.
Der HNO-Spezialist schränkt jedoch ein: «Antibiotika werden heute zurückhaltender eingesetzt als früher, da die meisten Anginen unkompliziert verlaufen und sich auch ohne Medikamente bessern.»
Was ist häufiger – virale oder bakterielle Angina?
Die virale Angina tritt deutlich häufiger auf. Sie verläuft in der Regel milder und klingt schneller ab. Bakterielle Mandelentzündungen bergen ein etwas höheres Risiko für Komplikationen und sollten daher ärztlich beurteilt werden.







