
Wohlbefinden | 24.3.2026
Rauchstopp: So kann es klappen
Sie wollen mit dem Rauchen aufhören? Dafür gibt es gute Gründe. Denn Rauchen belastet nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch das Gesundheitssystem. Es schädigt fast jedes Organ im Körper und erhöht insbesondere das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden oder an Krebs zu erkranken. Ein Rauchstopp hingegen verbessert die Gesundheit spürbar und spart langfristig Geld. Verschiedene Medikamente und Behandlungen unterstützen Aufhörwillige bei der Raucherentwöhnung. Sie werden zum Teil von der Zusatzversicherung der Krankenkasse übernommen.
Zur Autorin

«Mit der ambulanten Zusatzversicherung der KPT erhalten Sie Beiträge an Sport, Kurse für Raucherentwöhnung und vieles mehr.»
Céline Luginbühl ist Teamleiterin in der Fachführung Leistungen bei der KPT und sorgt dafür, dass komplexe Leistungsthemen klar, korrekt und kundenorientiert umgesetzt werden. Als zentrale Anlaufstelle für anspruchsvolle Fragen und regulatorische Änderungen bringt sie ihr Fachwissen in interne und externe Gremien ein und gestaltet die Weiterentwicklung des Leistungsbereichs aktiv mit.
Raucherentwöhnung: Methoden
Verschiedene Methoden und Angebote unterstützen Sie, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören möchten. Dazu gehören insbesondere:
- Nikotinersatzprodukte
- Medikamente
- Beratung und Therapie
- Komplementär- und alternativmedizinische Behandlungen wie Hypnose oder Akupunktur
- Online-Coaching
Die Wahl der geeigneten Methode hängt von Ihren persönlichen Vorlieben, dem individuellen Gesundheitszustand und den bisherigen Erfahrungen mit dem Rauchstopp ab. Oft erhöht eine Kombination verschiedener Möglichkeiten die Chancen, mit dem Rauchen aufzuhören. Es kann sich lohnen, die Unterstützung einer Fachperson in Anspruch zu nehmen, um eine für Sie erfolgversprechende Strategie zu entwickeln.
Nikotinersatzprodukte und Medikamente für den Rauchstopp
Wer mit dem Rauchen aufhört, hat meist mit körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen zu kämpfen. Nikotinersatzprodukte und Medikamente können diese lindern.
Nikotinersatzprodukte
Nikotinersatzprodukte ersetzen das Nikotin mit dem Ziel, das Verlangen nach Zigaretten zu verringern. So soll ein vollständiger Nikotinverzicht erleichtert werden. Die Produkte sind in verschiedenen Dosierungen als Pflaster, Kaugummis, Lutschtabletten, Inhalatoren und Nasensprays rezeptfrei erhältlich.
Medikamente
Medikamente zur Unterstützung des Rauchstopps sind rezeptpflichtig und müssen von einer Ärztin oder einem Arzt verschrieben werden. Solche Medikamente senken den Rauchgenuss, reduzieren das Rauchverlangen und mindern die Symptome des Nikotinentzugs. Besprechen Sie mit ihrem Arzt, ob und welche Medikamente für Sie in Frage kommen.
Verhalten ändern, um mit dem Rauchen aufzuhören
Motivation ist gut, reicht aber nicht aus. Folgende Tipps zu Verhaltensänderungen im Alltag unterstützen Sie dabei, Nichtraucherin oder Nichtraucher zur werden und zu bleiben.
Der kalte Entzug gelingt nicht immer auf Anhieb. Oft sind mehrere Anläufe nötig, bevor der Rauchstopp erfolgreich ist. Beratung und Unterstützung finden Sie in Büchern und bei verschiedenen Organisationen, die Einzelberatungen und Gruppenkurse anbieten. Auch Ihre Ärztin oder Ihr Arzt sowie auf kognitive Verhaltenstherapie spezialisierte Fachpersonen beraten und unterstützen Sie.
Datum festlegen
Legen Sie das Datum fest, an dem Sie mit dem Rauchen aufhören oder es schrittweise reduzieren.
Rauchfreie Umgebung
Gestalten Sie Ihre Umgebung rauchfrei und bitten Sie Ihre Familie und Freunde, Sie dabei zu unterstützen.
Alternativen zum Rauchen
Suchen Sie Alternativen zum Tabakkonsum und lenken Sie sich ab. Essen Sie z. B. einen Apfel oder trinken Sie ein Glas Wasser, wenn Sie das Verlangen nach einer Zigarette verspüren. Auch Entspannungsübungen wie Meditation oder ein kurzer Spaziergang ums Haus können ablenken.
Sport treiben
Werden Sie aktiv und treiben Sie regelmässig Sport. Bewegung im Wald tut besonders gut. Denn Sport draussen in der Natur ist gesund für Körper und Psyche und der Wald ist ideal für ein abwechslungsreiches Training.
Belohnung sichern
Belohnen Sie sich für die rauchfreie Zeit und das gesparte Geld. Z. B. mit einer Massage, einem Ausflug oder einem schicken Paar Schuhe.
Ziel visualisieren
Halten Sie sich immer wieder vor Augen, warum Sie nicht mehr rauchen wollen. Z. B., um sich fitter zu fühlen oder um besser auszusehen. Machen Sie sich ein konkretes Bild davon, wie es ist und wie es sich anfühlt, wenn Sie das Ziel erreicht haben.

Rauchstopp mit Hypnose und Akupunktur
Hypnose und Akupunktur sind alternative Methoden, die zur Unterstützung beim Rauchstopp eingesetzt werden. Beide zielen darauf ab, das Verlangen nach Nikotin zu reduzieren und Entzugserscheinungen zu lindern, indem sie das Unterbewusstsein erreichen oder den Körper in Balance bringen.
Online-Coaching um rauchfrei zu werden
Online finden Sie eine Vielzahl von Angeboten, die einen Rauchstopp unterstützen. Z. B.
- Apps: Verschiedene Apps informieren über die gesundheitlichen Folgen des Rauchens, berechnen die damit verbundenen Kosten und motivieren Aufhörwillige durch regelmässige Nachrichten. Einige lassen sich spezifisch auf die Bedürfnisse der Nutzerinnen oder Nutzer anpassen und bieten persönliche Analysen, Ratschläge oder eine individuelle Betreuung per E-Mail.
- Online-Selbsthilfeangebote: Verschiedene Websites informieren mit Tipps und Tricks zur Raucherentwöhnung, bieten Toolboxen oder Plattformen für den Austausch mit Gleichgesinnten.
- SMS-Dienste: Nach der Registrierung erhalten Nutzerinnen und Nutzer regelmässig Motivationsnachrichten, die sie beim Rauchstopp unterstützen sollen.
Die Qualität der einzelnen Angebote ist sehr unterschiedlich. Es lohnt sich, genau hinzuschauen, insbesondere wenn Kosten anfallen.
Sind E-Zigaretten eine gute Möglichkeit für die Raucherentwöhnung?
E-Zigaretten können für manche Raucherinnen und Raucher eine hilfreiche Option beim Rauchstopp sein. Jene, die Nikotin liefern, tun dies ohne einen Grossteil der schädlichen Verbrennungsstoffe herkömmlicher Zigaretten. Einzelner Studien zufolge sind sie auch wirksamer als Nikotinersatzprodukte (The NEW ENGLAND JOURNAL of MEDICINE/2019, Major Project of the National Social Science Fund of China 2022). Die langfristigen Gesundheitsrisiken von E-Zigaretten sind jedoch noch nicht vollständig erforscht. Zudem besteht das Risiko, dass die Nikotinabhängigkeit bestehen bleibt oder sogar ein Mischkonsum (E-Zigarette und Tabak) entsteht.
Pulse unterstützt Sie bei der Raucherentwöhnung

Pulse, die ambulante Zusatzversicherung der KPT, setzt den Fokus auf Prävention und Früherkennung.
Pulse übernimmt Leistungen, die von der Grundversicherung nicht gedeckt sind, wie zum Beispiel Beiträge an Sport, Gesundheits-Check-Ups, Kurse für Raucherentwöhnung und vieles mehr.
Mit Rauchen aufhören in der Schwangerschaft
Rauchen während der Schwangerschaft erhöht das Risiko einer Fehlgeburt, Frühgeburt oder eines zu niedrigen Geburtsgewichts. Die Schadstoffe im Tabakrauch beeinträchtigen die Entwicklung der Organe und des Nervensystems des ungeborenen Kindes. Zudem steigt das Risiko für plötzlichen Kindstod und Atemwegserkrankungen nach der Geburt.
Verschiedene Entwöhnungsprogramme unterstützen Schwangere beim Rauchstopp. Dazu gehören Beratungen der Lungenliga, das Programm «smoke free» oder spezielle Kurse in Spitälern. Hebammen sowie Ärztinnen und Ärzte unterstützen werdende Mütter ebenfalls dabei, mit dem Rauchen aufzuhören.
Für Schwangere ist es wichtig, so früh wie möglich Hilfe beim Rauchstopp in Anspruch zu nehmen. So wird die Gesundheit von Mutter und Kind möglichst gut geschützt und der rauchfreie Lebensstil kann im besten Fall über die Schwangerschaft hinaus weitergeführt werden.
Wie viel kostet die Raucherentwöhnung in der Schweiz?
Die Kosten für Raucherentwöhnungsprogramme sind nicht vergleichbar, denn sie variieren je nach Anbieter, Methode und Dauer. Die Lungenliga bietet eine kostenlose Hotline.
Was zahlt die Krankenkasse für die Raucherentwöhnung?
Es gibt Medikamente, die von der obligatorischen Grundversicherung übernommen werden, jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Akupunktur, eine Möglichkeit zur Raucherentwöhnung, wird auch aus der
Pulse : Beitrag an Rauchstopp
Mit Pulse, der ambulante Zusatzversicherung der KPT, erhalten Sie zum Bespiel Beiträge an Sport, Kurse für Raucherentwöhnung, Gesundheits-Check-Ups und vieles mehr.
Symptome bei Nikotinentzug
Bei Nikotinentzug können verschiedene Symptome auftreten wie z. B.:
- Reizbarkeit und schlechte Stimmung
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Angst und Unruhe
- Schlafstörungen
- Depressive Verstimmung
- Kopfschmerzen
- Verlangen nach Nikotin (Cravings)
- Vermehrter Appetit und dadurch Gewichtszunahme
- Müdigkeit
- Verstopfung
- Husten und Halsschmerzen
Die meisten Symptome verschwinden in der Regel nach einigen Tagen bis Wochen. Das Verlangen nach Nikotin und ein gesteigerter Appetit können jedoch über mehrere Monate anhalten.
Nutzen Sie verschiedene Hilfsstrategien wie Bewegung und Sport, bewusste Ernährung, Entspannungstechniken sowie ausreichend Schlaf und frische Luft. Sie können sich damit die Entwöhnungsphase erleichtern.
Vorteile eines kompletten Rauchstopps
Was verändert sich, wenn man mit dem Rauchen aufhört? Folgende Vorteile werden beobachtet, sind jedoch von weiteren Gesundheitsfaktoren abhängig. Zudem spielt es eine Rolle, wie lange und wie viel eine Person geraucht hat.
Ihre Gesundheit
- Nach 48 Stunden geht das Herzinfarktrisiko leicht zurück. Der Geschmacks- und der Geruchssinn erholen sich. Nach 1 Jahr stabilisiert sich der Kreislauf, die Lungenfunktion verbessert sich und das Herz erholt sich. Die Verschleimung der Atemwege nimmt ab und die Nasennebenhöhlen werden frei.
- Nach 5 Jahren sinkt die Wahrscheinlichkeit, an Mund- und Rachenkrebs oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken und das Schlaganfallrisiko ist deutlich geringer.
- Nach 10 Jahren ist das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben, etwa halb so hoch wie bei einer rauchenden Person.
Ihr Umfeld
Ein Rauchstopp bringt nicht nur gesundheitliche Vorteile, er sorgt auch für ein gesünderes, sichereres und angenehmeres Umfeld, z. B. durch
- Schutz von Mitmenschen und Tieren vor Passivrauchen
- Bessere Luftqualität in der Wohnung und angenehmerer Geruch von Kleidung, Heimtextilien und Haaren
- Mehr Geld zur Verfügung für Familie, Freunde und Freizeit
Erfolgschancen der Raucherentwöhnung
Die Prognosen einer Raucherentwöhnung variieren stark. Sie hängen ab von der individuellen Motivation, der sozialen Unterstützung durch Familie, Freunde oder Selbsthilfegruppen, früheren Versuchen und der gewählten Methode. Das Risiko eines Rückfalls ist in den ersten sechs Monaten am höchsten.
Was kann man bei einem Rauchstopp-Rückfall tun?
Rückfälle sind häufig und sollten Sie nicht entmutigen. Sie bieten die Chance, aus Fehlern zu lernen und die Strategie anzupassen. Fachleute oder eine Selbsthilfegruppe können Ihnen helfen, Ihren Rückfall zu analysieren und eine neue Strategie zu entwickeln. Mit den richtigen Hilfsmitteln, der nötigen Unterstützung und einer positiven Einstellung können Sie es beim nächsten Versuch schaffen.
Nikotinfrei dank Pulse

Pulse, die ambulante Zusatzversicherung der KPT, unterstützt Sie beim Rauchstopp: Mit Pulse erhalten Sie bis zu 300 Franken an Kurse für Raucherentwöhnung. Pulse übernimmt weitere Leistungen, die von der Grundversicherung nicht gedeckt sind, wie zum Beispiel Beiträge an Sport, Gesundheits-Check-Ups, Wohlbefinden und vieles mehr.
Häufige Fragen – Rauchstopp
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