
Kostenübernahme Krankenkasse | 24.11.2025
Brillen und Kontaktlinsen: Was bezahlt die Krankenkasse?
Rund drei Viertel der Schweizerinnen und Schweizern sind im Alltag oder im Beruf auf eine Sehhilfe wie eine Brille angewiesen, denn schon kleine Fehlsichtigkeiten können unkorrigiert zu Kopfschmerzen oder Müdigkeit führen. Allerdings können die Kosten für eine Brille oder Kontaktlinsen das Familienbudget belasten. Ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt, hängt von der Art der Versicherung ab. Die Grundversicherung deckt Brillen nur sehr begrenzt, während eine Zusatzversicherung oft einen höheren Krankenkassenzuschuss für Brillen oder Kontaktlinsen bietet.
Krankenkassenzuschuss zur Brille: Was wird in der Schweiz übernommen?
Die Kosten für eine Brille sind sehr unterschiedlich. Preisbestimmend sind Faktoren wie die Art der Korrektur, die Qualität der Gläser und Veredelungen, die Fassung – und vor allem auch das Optikergeschäft. Qualitäts-Brillengestelle mit hochwertigen Korrektur-Gläsern kosten schnell einmal einen vierstelligen Betrag. Was übernimmt die Krankenkasse?
Was übernimmt die Grundversicherung?
Kinder:
- Die Grundversicherung übernimmt für Kinder bis zur Volljährigkeit 180 Franken pro Jahr für Brillengläser und Kontaktlinsen. Sie übernimmt jedoch keine Kosten für das Brillengestell.
- Für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist jährlich ein augenärztliches Rezept erforderlich.
Erwachsene:
- Erwachsene erhalten nur bei bestimmten Krankheiten (Diabetes oder nach einer Augenoperation) einen Krankenkassenzuschuss an Brillen und Kontaktlinsen, nicht aber bei normaler Kurz- oder Weitsichtigkeit.
- Einige Spezialfälle bei Erwachsenen werden nur alle zwei Jahre vergütet.
- Der Beitrag liegt zwischen 180 und 630 Franken pro Jahr und Auge.
Selbstbehalt und Franchise fallen jeweils bei der Rückerstattung an.
Zusatzversicherung für Brille und Kontaktlinsen: Was wird übernommen?
Eine Zusatzversicherung kann sinnvoll sein, denn sie bietet Kindern und Erwachsenen auch bei normaler Kurz- oder Weitsichtigkeit einen finanziellen Zuschuss für Brillen und Kontaktlinsen. Die Leistungen sind je nach Krankenkasse unterschiedlich.
- Kostenübernahme: Der Krankenkassenzuschuss für Brillen oder Kontaktlinsen aus der Zusatzversicherung beträgt in der Regel bis zu 200 Franken pro Jahr.
- Meist sind Brillen und Kontaktlinsen in den ambulanten Zusatzversicherungen enthalten.
- Bei den meisten Zusatzversicherungen fällt kein Selbstbehalt an, das heisst die Kosten werden bis zur gedeckten Höchstsumme voll vergütet.
Wenn Sie eine Zusatzversicherung abschliessen, achten Sie auf eventuelle Karenzzeiten, bevor Sie Leistungen in Anspruch nehmen können. Die Karenzzeit ist der Zeitraum, während dessen bestimmte Leistungen nach Vertragsabschluss noch nicht beansprucht werden können. Die Karenzzeit ist der Zeitraum, während dessen bestimmte Leistungen nach Versicherungsbeginn noch nicht beansprucht werden können.
Pulse, die ambulante Zusatzversicherung
Die ambulante Zusatzversicherung Pulse bietet massgeschneiderte Leistungsklassen, die speziell auf die Bedürfnisse von Brillenträgerinnen oder Kontaktlinsennutzern abgestimmt sind. Je nach gewählter Leistungsklasse profitieren Sie von höheren Kostenbeiträgen und zusätzlichen Leistungen, wie zum Beispiel der Kostenübernahme von Augenlaserbehandlungen.
Leistungen nach Klassen
Bitte beachten Sie: Schliessen Sie die Pulse-Versicherung neu ab, müssen Sie für alle Leistungsklassen bei Brillen, Kontaktlinsen und Augenlasern eine Karenzfrist von 365 Tagen ab Versicherungsbeginn abwarten, bevor die ersten Kosten übernommen werden.
Brille oder Kontaktlinsen: Was ist besser?
Wie entscheiden Sie sich zwischen Brille und Kontaktlinsen? Was passt besser zu Ihren Korrekturbedürfnissen und Ihrem Lebensstil? Lassen Sie sich von einem Augenarzt oder einer Optikerin beraten, um die beste Lösung für Ihre Augen zu finden. Welche Faktoren sind Ihnen wichtig?
Brille - Vor- und Nachteile, Kosten:
- Einfache Handhabung: leicht zu tragen, keine speziellen Pflegeprodukte nötig
- Bietet zusätzlichen Schutz vor Staub und UV-Strahlen
- Modisches, austauschbares Accessoire
- Können beim Sport stören und beschädigt werden.
- Beschlagen der Gläser bei Feuchtigkeit oder Temperaturschwankungen
- Brillen gibt es ab etwa 200 Franken, hochwertige Modelle sind deutlich teurer. Sie können lange getragen werden, jedoch fallen bei geänderter Sehstärke Kosten für neue Gläser an.
Kontaktlinsen - Vor- und Nachteile, Kosten:
- Uneingeschränktes Sichtfeld, da sie direkt auf dem Auge sitzen.
- Ideal für sportliche Aktivitäten
- Unsichtbar
- Pflege: Sorgfältige Reinigung und hygienische Handhabung erforderlich, um Bindehautentzündungen oder anderen Infektionen vorzubeugen
- Korrektur: bei hohen Dioptrienwerten oder starker Hornhautverkrümmung kann die Korrektur schwieriger sein.
- Kontaktlinsen gibt es als Jahres-, Monats- oder Tageslinsen mit variierenden Preisen. Bei Jahres- und Monatslinsen fallen Kosten für Pflegemittel und Aufbewahrung an.
Wann lohnt sich Augenlasern?
Augenlasern kann sich für Menschen, die durch ihre Fehlsichtigkeit stark beeinträchtigt sind, lohnen. Heutige Operationstechniken sind in der Regel sicher und effektiv, können aber mit Schmerzen und Folgen wie trockenen Augen, Sehstörungen oder erhöhter Lichtempfindlichkeit verbunden sein. Alternativ können künstliche Linsen direkt in das Auge implantiert werden.
Bezahlt die Krankenkasse Augenlasern?
Augenlasern und Linsenimplantation werden von der Grundversicherung nicht übernommen. Mit der ambulanten Zusatzversicherung der KPT Pulse Premium erhalten Sie für das Augenlasern einen Beitrag von bis zu 600 Franken pro Auge. Die Karenzfrist beträgt ein Jahr ab Versicherungsbeginn.
Grundsätzlich gilt: Wenn Sie eine Augenlaserbehandlung oder Linsenimplantation in Betracht ziehen, informieren Sie sich gründlich und lassen Sie sich von einer Fachärztin oder einem Facharzt beraten. Nach einer Augenlaserkorrektur, entfallen für fünf Jahren die Leistungen an eine Brille und Kontaktlinse.
Wie oft sollten Kinder und Jugendliche ihre Augen untersuchen lassen?
Routinemässige Augenuntersuchungen sind für Kinder unerlässlich, um Sehprobleme rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Und um den Schulalltag zu meistern, bei dem vieles visuell vermittelt wird. Eine frühzeitige Kontrolle ist entscheidend, um zum Beispiel Sehfehler wie Amblyopie zu erkennen, ungleichmässiges Sehen, bei dem das Gehirn ein schwächeres Auge kompensiert. Dies lässt sich meist leicht durch eine Brille oder das Abdecken des besseren Auges korrigieren.
Empfehlung für Kinder:
- Erste Untersuchung: mit 6 Monaten
- Weitere Untersuchungen: mit 3 Jahren und bei Schuleintritt
- Regelmässige Kontrollen: alle 2 Jahre bis zum 18. Lebensjahr bei Kindern ohne besondere Risikofaktoren (wie Frühgeburt, Entwicklungsverzögerung, Schielen oder Augenkrankheiten in der Familie)
Wie oft sollten Erwachsene ihre Augen untersuchen lassen?
Bei Veränderungen des Sehvermögens, Beschwerden oder anderen Symptomen sollten Sie sofort Ihre Augenärztin oder Ihren Optiker aufsuchen. Ansonsten lassen Sie Ihre Augen alle ein bis zwei Jahre untersuchen. Der Rhythmus hängt von Ihrem Alter ab sowie davon, ob Sie eine Brille oder Kontaktlinsen tragen. Und von Ihrem individuellen Risiko: zum Beispiel bei familiär bedingten Augenerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck oder wenn Sie einen Beruf ausüben, bei dem das Sehvermögen wichtig ist.
Empfehlung für Erwachsene:
- 18 bis 60 Jahre: alle 2 Jahre
- 61 Jahre und älter: jährlich
Typische Sehfehler und Augenkrankheiten
Ambulante Zusatzversicherung Pulse
Mit der ambulanten Zusatzversicherung Pulse können Sie sich optimal absichern – ganz gleich, ob Sie eine Brille, Kontaktlinsen oder sogar eine Augenlaserbehandlung benötigen. Sparen Sie an den Kosten Ihrer Sehhilfen und geniessen Sie umfassenden Schutz. Berechnen Sie jetzt Ihre Prämie und finden Sie die ideale Versicherungslösung für Ihre Augen.
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