Sonnenlicht wirkt positiv auf die Psyche. Es löst Glücksgefühle aus und kann Stress abbauen. Das funktioniert so: Der Körper wandelt das Glückshormon Serotonin laufend zum Schlafhormon Melatonin um. Licht bremst diesen Prozess, so dass wir mit mehr Serotonin und weniger Melatonin durch den Tag kommen. Wir fühlen uns zufriedener und sind weniger müde.

Die Wanderwoche im Engadin in Ehren, aber auch davor und danach sollten wir immer wieder ein paar Sonnenstrahlen einfangen. Natürlich ohne rote Schultern zu riskieren oder gar eine Nase, die sich schuppt. Also nicht eine Stunde leichtbekleidet in der Mittagssonne brutzeln, sondern lieber mehrere kleine Lichtdosen einplanen. Damit unterbrechen wir den Stress und laden unseren Akku mit Solarenergie frisch auf.

So kommen Sie ans Licht

  1. Randzeiten-Sünnele

    Stehen Sie am Morgen etwas früher auf und gönnen Sie sich den Sonnenaufgang. Haben Sie ihn verpasst, dann spazieren Sie am Abend eine halbe Stunde um den Block. Für Menschen mit Hund ist sowas ja selbstverständlich, aber es tut auch gut, wenn Sie gerade keinen Pudel zur Hand haben.

  2. Strahlenpausen

    Gehen Sie verteilt über den Tag immer wieder für fünf Minuten raus in die Sonne. Fast wie Rauchpausen, aber anstelle von Nikotin und Teer ziehen Sie sich so täglich ein Päckli Sonnenstrahlen rein. Das ist gesünder, günstiger und mit einem guten Deo riecht es auch besser.

  3. Wald statt Creme

    Machen Sie an sonnigen Tagen einen Waldspaziergang. Die Bäume sind riesige Sonnenschirme mit ziemlich angesagtem Muster. Genug Licht erhalten Sie trotzdem. Besonders wenn Sie immer wieder anhalten und eine Weile in die Baumkronen schauen, die sich beruhigend hin und her bewegen. Hin und her. Hin und her …

  4. Telefonieren mit Licht

    Stehen Sie auf für Tätigkeiten, die Sie nicht am Arbeitsplatz ausführen müssen, und begeben Sie sich ins Licht: Für Telefonanrufe gehen Sie ans Fenster, Kurzbesprechungen finden an den Stehtischen im Innenhof statt. Und den neusten Bürotratsch geben Sie auf dem Firmenparkplatz weiter.

  5. Ein Aussenhobby

    Suchen Sie sich für ein, zwei Monate ein Hobby, das Sie regelmässig draussen ausüben können. Etwas, das entspannt und erst noch der Natur hilft. Reissen Sie Neophyten aus – gebietsfremde Pflanzenarten, die einheimische Pflanzen verdrängen. Das einjährige Berufkraut, die kanadische Goldrute und das Springkraut warten auf Ihre kräftigen Hände.

  6. Das Lesefenster

    Verschieben Sie die winterlich-gemütliche Leseecke vom Kamin näher zum Fenster. So, dass das warme Sonnenlicht auf die weissen Seiten des Frankreichkrimis scheint, die es angenehm in Ihr Gesicht reflektieren.