Zeit gewinnen, Freiräume schaffen

Zwei von drei Erwachsenen fühlen sich aufgrund von Zeitmangel häufig gestresst. So lautet das Ergebnis einer breit angelegten Umfrage. Obwohl die Zeit jedem frei zur Verfügung steht, scheint sie ein seltenes, kostbares Gut zu sein.



Wie gewinnen wir Zeit für die wichtigen Dinge im Leben? «Indem wir Unnötiges weglassen und mehr tun, was uns Freude bereitet», lautet die simple Antwort von Dino Beerli, einer, der es wissen muss. Der vielseitig engagierte Inhaber und CEO von Superloop Innovation, Referent und Coach ist nebenbei passionierter Bergsteiger und Kletterer. Das erfordert ein gutes Zeitmanagement. Im Workshop, den die KPT im Rahmen der Fitness Challenge organisiert hat, vermittelte Dino Beerli den Teilnehmenden Tipps, wie sie mehr Zufriedenheit in ihr Leben bringen.

Unnötiges weglassen und mehr tun, was Freude bereitet

Besteht das Leben nur aus Verpflichtungen? Bei all den «Ich sollte und ich müsste» entsteht rasch einmal dieser Eindruck. Dabei gibt es nur wenige Dinge, die wir effektiv tun müssen. Der Rest liegt in unserer Hand. Beerli rät zu mehr Mut, Unwichtiges zu streichen. Mit der Pflicht und der Gewohnheit im Nacken, mag das zu Beginn nur zögerlich gelingen. Deshalb ist es wichtig, mit kleinen Schritten anzufangen. Bereits fünfzehn Minuten effektiv zu geniessen bringt viel. Indem wir Unnötiges streichen, gewinnen wir doppelt. Einerseits müssen wir uns nicht mehr zu Dingen zwingen, die uns keinen Spass machen. Andererseits gewinnen wir Zeit für etwas Schönes.

Sich besser organisieren

Ein riesiger Zeitfresser sind die unternehmensinternen organisatorischen Abläufe. Die Organisation einer Unternehmung können Sie wahrscheinlich nur bedingt verändern. «Trotzdem kann ich mir überlegen, was ich persönlich beeinflussen kann und verändern will», sagt Dino Beerli. Wie also können Sie sich organisieren, um Zeit zu gewinnen für die Joggingrunde am Mittag oder das Abendessen mit den Kindern? Indem Sie den Tag bewusst aufteilen. Dazu gibt Dino Beerli diverse Tipps.

Nur drei produktive Arbeitstage von fünf

Bereits im Jahr 2013 hielt die AKAD Hochschule in Leipzig in einer Studie zur Arbeitseffizienz fest, dass während einer Arbeitswoche nur an drei Tagen produktiv gearbeitet wird. Als Ursache gibt der Mitautor der Studie, Prof. Dr. Daniel Markgraf, den erhöhten Bedarf an die Kommunikation mit Kunden, interne Absprachen sowie die Überwachung von Aufgaben an. Zwei Tage würden für die Beantwortung von E-Mails und Besprechungen verwendet werden, so Markgraf. Das war vor fünf Jahren. Seither hat die E-Mail-Flut nicht abgenommen, die Zahl und Dauer an Besprechungen auch nicht.

So schaffen Sie sich Freiräume

  • Deaktivieren Sie Desktopbenachrichtigungen. Dadurch poppen eingehende E-Mails nicht auf dem Bildschirm auf und stören Sie auch nicht bei der Arbeit.
  • Planen Sie Zeitfenster ein, in denen Sie Ihre E-Mails bearbeiten.
  • Disziplinieren Sie sich selber. Viele Fragen können Sie sich beantworten, ohne dafür zwingend einen Kollegen bei der Arbeit zu unterbrechen. Fordern Sie gleiches bei Ihren Kollegen ein.
  • Bündeln Sie Ihre Fragen in einer E-Mail statt mehrere zu verschicken. Noch besser: Vereinbaren Sie einen kurzen Termin und besprechen Sie Ihre Fragen persönlich.
  • Vergessen Sie Multitasking. Unser Gehirn kann sich nur auf eine Sache konzentrieren. Sie arbeiten effizienter, wenn Sie Aufgabe um Aufgabe erledigen und so weit wie möglich abschliessen.
  • Setzen Sie sich auch Terminserien für Ihre privaten Termine.



Zeitdruck führt oft zu Stress, der sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken kann. Die KPT hat deshalb einen Workshop mit Dino Beerli, Inhaber und CEO von Superloop Innovation, organisiert. Die Teilnehmenden erhielten Tipps, wie sie Zeit gewinnen und sich dadurch Freiräume schaffen können.

​​​​​​​Suche | Sprache:frit

KontaktSitemapSicherheit und DatenschutzRechtliche Hinweise

© 2018 by KPT/CPT