KPT geht dem Mysterium «Sportuhren» auf den Grund

Schritte zählen scheint hoch im Kurs zu sein. Ist dieser Trend das Ergebnis eines guten Marketings oder steckt mehr hinter dem Trend der Sportuhren? KPT fragte den ehemaligen Schweizer Langstreckenläufer Markus Ryffel.

KPT: Was halten Sie vom Trend der Sportuhren?

Markus Ryffel: Sport zu treiben, ist schon einmal die richtige Entscheidung. Denn Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in der Schweiz weit verbreitet. Durch das regelmässige Ausdauertraining wirken wir solchen Erkrankungen entgegen. Wer aber gesund Joggen möchte, muss in einem Pulsbereich trainieren, der ihm guttut. Sportuhren sind für mich nicht nur ein Trend, sondern viel mehr ein Arbeitsinstrument.

KPT: Welchen Nutzen bringen die Uhren?

Markus Ryffel: Ein zweckmässiges und gesundes Lauftraining setzt voraus, dass die Läufer ihre Grenze kennen, aber auch wissen, wieviel sie sich zumuten können. Beim Lauftraining zu übertreiben, macht ebenso wenig Sinn wie immer nur in der Komfortzone zu trainieren. Folglich sollten die Läufer ihre individuellen Pulsbereiche kennen, um mittels der Sportuhr ihre sportlichen Ziele zu erreichen.

Für zusätzliche Motivation sorgen die Apps, die gratis oder kostenpflichtig zur Verfügung stehen. Darin enthalten sind unzählige Möglichkeiten, die Daten auszuwerten. Nebst der eigenen Statistik können Gruppen gebildet werden, um sich mit anderen zu messen. Die Apps nehmen den heutigen Community-Gedanken auf und wecken in manchen Läufern den Ehrgeiz. die Trainings der Läufer online zu verfolgen und so Trainingsempfehlungen abzugeben. Dies eröffnet uns auch die Möglichkeit, die Kunden nach dem Besuch eines Kurses weiter zu begleiten und dafür zu sorgen, dass sie erfolgreich trainieren.

KPT: Wie erklären Sie sich, dass heute so viele Menschen eine Sportuhr tragen?

Markus Ryffel: Die eigene Gesundheit rückt in der heutigen Gesellschaft zunehmend in den Fokus. Eine Sportuhr bietet sich da als „kleiner Gesundheitscoach“ an. Zudem zeigen die Uhren den eigenen Fortschritt auf, was zusätzlich motivierend wirkt.

Im richtigen Pulsbereich trainieren

Je nachdem wie fest wir uns verausgaben, pocht unser Herz schneller oder langsamer. Die Herzfrequenz bestimmt denn auch unseren Puls. Dieser bewegt sich in unterschiedlichen Pulszonen. Unabhängig von der Leistungsfähigkeit sind diese Pulszonen bei jedem Menschen unterschiedlich. Es gibt deshalb keine allgemeingültige Tabelle, nach der trainiert werden könnte. Stattdessen müssen die verschiedenen Pulsbereiche pro Person festgelegt werden, indem u.a. die Herzfrequenz unter verschiedenen Belastungen gemessen wird.

Grundsätzlich werden für die Trainingsempfehlungen fünf verschiedene Pulsbereiche vorgeschlagen: Regenerativ, Langsam, Mittel, Schnell und Intervall. Diese Bereiche werden ausgehend vom Schwellenpuls, der im 4-Stufentest ermittelten wird, festgelegt. Der Schwellenpuls ist der Puls an der anaeroben Schwelle. Die anaerobe Schwelle ist der Bereich, in dem der Körper seine Leistung nicht mehr länger mit sauerstoffabhängiger Energiegewinnung aufrechterhalten kann. Deshalb kommt der Körper in dem anaeroben Bereich rasch an seine Leistungsgrenzen.

Der Gewinner unserer Verlosung hat den Workshop Running Pulse bei Markus Ryffel’s absolviert. Er fühlt sich für den Berlin-Marathon im September gewappnet. Lesen Sie mehr.

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