Durch den Flow das Glück erlangen

Eins sein mit einer Tätigkeit macht glücklich und lässt Sie die Zeit vergessen. Doch wie schaffen Sie es, in den sogenannten Flow-Zustand zu kommen? Einfacher als Sie denken.

Sport als Stesspuffer – exklusives Abendseminar mit Claudia Mali im KPT.Lab am 13. Februar 2018

Gewinnen Sie die Teilnahme am Abendseminar mit Claudia Mali, Leiterin Bereich Sportwissenschaften SWISS SPORTCLINIC Bern, und erfahren Sie, wie sich der Sport positiv auf Körper und Geist auswirken kann und dass mehr nicht immer besser ist.

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In den Glücksfluss eintauchen

Das Abendessen für Ihre Gäste ist vollbracht und servierbereit. Zuletzt streuen Sie achtsam die Pistazien über das Schokoladen-Pfefferminz-Mousse. Die vergangenen zwei Stunden befanden Sie sich während des Kochens in einem Schaffensrausch. Die Zeit haben Sie vergessen, keinen Gedanken an die Alltagssorgen verschwendet und beseelt gelächelt. Glückwunsch, Sie haben den Flow-Zustand erlebt. Es handelt sich gemäss dem Glücksforscher Mihaly Csikszentmihalyi um einen Bewusstseinszustand, in dem Sie völlig eins sind mit einer Tätigkeit. In den Glücksfluss können Sie bei vielen Aktivitäten eintauchen – doch wie bei einer Leiter müssen Sie vorher bestimmte Sprossen erklimmen, um das Hochgefühl zu erreichen.

Die erste Sprosse: die goldene Mitte finden zwischen Unter- und Überforderung

Beim Socken zusammenlegen werden Sie den Flow-Zustand nicht spüren. Das ist eine zu einfache Aufgabe. Zu schwierig darf die Tätigkeit ebenfalls nicht sein: Wenn Sie Mühe haben, ein IKEA Regal zusammenzubauen, wird der Versuch, einen eigenen Tisch zu zimmern, mehr Frust statt Flow auslösen. Geben Sie sich stattdessen einer Tätigkeit hin, die ein hohes Mass an Konzentration verlangt und machbar ist, haben Sie bereits die erste Sprosse auf dem Weg zum Flow-Zustand erklommen.

Die zweite Sprosse: mehr spielen

„Abendessen!“, ruft der Vater zum zehnten Mal. Keine Antwort. Stampfend macht er sich zum Kinderzimmer auf. Als er im Türrahmen steht, löst sich seine Wut im Nu auf. Denn seine Tochter und sein Sohn spielen nicht nur Piraten, sie sind Piraten und nehmen in der völligen Versunkenheit ihres Spiels nichts anderes wahr. Die väterlichen Rufe sind nicht zu ihnen durchgedrungen.

Aus dieser Beobachtung heraus hat der Psychologe Siegbert A. Warwitz eine weitere, wichtige Bedingung für das Im-Fluss-Sein herauskristallisiert: das spielerische Element. Wer spielt, vergisst den Ernst des Lebens. Was zählt, ist nur die erfüllende Tätigkeit im Hier und Jetzt, losgelöst von äusseren Pflichten und Belohnungen. Fragen Sie sich darum das nächste Mal bei einer Tätigkeit: Wie kann ich ein spielerisches Element integrieren?

Die dritte Sprosse: Ablenkungen abschalten und nichts erzwingen

Jedes Mal, wenn Sie abgelenkt werden, fallen Sie von der „Leiter“ herunter. Schalten Sie darum das Smartphone aus, schliessen Sie die Türe oder bitten Sie Ihre Kollegen, Sie während einer definierten Zeit nicht zu stören.

Auch wenn Sie alles „richtig“ machen, bedeutet dies nicht, dass Sie jedes Mal den Flow-Zustand erlangen. Er lässt sich nicht erzwingen. Geniessen Sie einfach den Weg dorthin, die Tätigkeit, und mit etwas Glück wird Sie auf einmal ein Gefühl durchfluten, das sich schwer in Worte fassen lässt.

Sport – ein ideales Sprungbrett für den Flow-Zustand

In vielen Sportarten stecken spielerische Elemente und Herausforderungen drin – zwei wesentliche Punkte, um den Flow-Zustand zu erreichen. Manchmal muss man aber nachhelfen. Viele Jogger und Joggerinnen laufen oft mit dem gleichen Bewegungsmuster und bewältigen die gleiche Strecke. Wieso nicht quer durch den Wald oder im Berggelände laufen, wo jeder Tritt vollste Aufmerksamkeit verlangt? Oder zu zweit Joggen gehen und zwischendurch ein „Fangis“ spielen?

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