KPT und die 20 Minuten Fitness Challenge

Seit Mai verfolgen die Kandidaten der 20 Minuten Fitness Challenge ihr Ziel. Wir wollten von Susann Kuehnel-Loeliger und Alex Kaeslin erfahren, wie es ihnen seither ergangen ist.

Die 20 Minuten Fitness Challenge dauert von Mai bis November 2017. 20 Kandidaten nehmen daran teil und verfolgen dabei ihr persönlich gestecktes Ziel. Die KPT unterstützt die 20 Minuten Fitness Challenge als Partnerin. Im Kundenmagazin Inform haben wir bereits über die Fitness Challenge und die beiden Kandidaten Susann Kuehnel-Loeliger und Alex Kaeslin berichtet.

Ein bisschen Disziplin gehört dazu

Die berufstätige Susann Kuehnel-Loeliger, 36, lebt mit ihrem Mann und dem 7-jährigen Sohn in Basel. Schon seit längerem kämpft sie mit hartnäckigen 10 Kilos, die sie nicht loswird. Durch die 20 Minuten Fitness Challenge will sie ihr Gewicht endlich erfolgreich und dauerhaft reduzieren. Zusätzlich hat sie sich die Teilnahme an einem Halbmarathon vorgenommen. Die KPT fragte nach, wie es denn jetzt um die 10 Kilos steht.


Beim Start der Fitness Challenge haben Sie gesprüht vor Energie. Wie steht es heute um die Motivation?

Die Motivation ist immer noch voll da. Wenn ich mir ein Ziel gesetzt habe, halte ich daran fest – da gibt es keine Ausflüchte.

Inwiefern hat sich der Ernährungsplan auf Ihre Essgewohnheiten ausgewirkt?

Ich habe das Gefühl, nur noch am Futtern zu sein! (lacht)

Haben Sie vorher weniger gegessen?

Viel weniger! Ich verfolge schon seit längerem das Ziel, 10 Kilos loszuwerden. Deshalb zählte ich täglich die Kalorien, um nicht mehr als 1'500 kcal zu mir zu nehmen. Vieles hatte ich von meinem Menüplan verbannt, inklusive Früchte, wegen dem Zucker. Statt das Essen zu geniessen, freute ich mich über jede eingesparte Kalorie. Heute kann ich genussvoll essen und nehme dabei erst noch ab.

Heisst das, die 10 Kilos sind weg?

Zur Hälfte, ja. Aber die Fitness Challenge dauert auch noch drei Monate. Bis dahin sollte ich es schaffen.

Verraten Sie uns das Geheimrezept? Essen ohne Ende und dabei abnehmen hört sich wie ein Traum an.

So viel vorweg: ein bisschen Disziplin gehört dazu. Zu Beginn der Fitness Challenge haben wir diverse Gesundheitstests absolviert und Gespräche geführt. Abgestimmt auf unseren Körper und unser Ziel erhielten wir einen individuellen Ernährungsplan. Ich will nichts beschönigen: auch damit muss ich Kalorien zählen. Doch entspannter, weil ich mehr zu mir nehmen darf als ich mir vorher selber erlaubt habe. Der Ernährungsplan ist simpel aufgebaut und lässt sich gut in den Alltag integrieren. Zu Beginn musste ich die Lebensmittel noch wägen. Inzwischen habe ich ein Gefühl für die Mengen entwickelt. Erlaubt sind 1'900 kcal.

Sie haben einen Sohn, einen Mann, der im Schichtbetrieb arbeitet, und arbeiten 80 Prozent. Wie gelingt es Ihnen, den Ernährungsplan trotz Familie und Beruf einzuhalten?

Die Ausrede, eine Diät lasse sich nicht mit Familie und Beruf vereinbaren, kenne ich – und lasse ich so nicht gelten. (lacht) Durch den Plan wurde meine Ernährung vielfältiger, ausgewogener und gesünder. Das schadet weder meinem Mann noch meinem Sohn. Deshalb koche ich für alle dasselbe. Der einzige Unterschied ist, dass ich meine Portionen wäge.

Die grössere Herausforderung war für mich das Mittagessen im Büro. Nach einer Woche Selbstversuch stellte ich rasch fest: Es ist unmöglich, das Mittagessen im Supermarkt einzukaufen. Ich verbrachte die halbe Mittagspause vor den Regalen, Kalorien zählend, um am Ende doch immer nur das gleiche zu essen. Jetzt nehme ich mir jeden Abend eine halbe Stunde Zeit, um Frühstück, Znüni, Mittagessen und Zvieri für den Folgetag bereit zu stellen. Am Anfang fühlte sich das als zusätzlicher Task an, mittlerweile ist es normal geworden. Ich weiss, dass ich meinem Körper damit etwas Gutes tue und das motiviert mich.

Was raten Sie einer Freundin, wenn diese ein paar Kilos abnehmen will?

Ich würde ihr raten, während einer Woche ein Esstagebuch zu führen. Dadurch würde sie die eigenen Essgewohnheiten kennen lernen. Sie könnte sich fragen, ob sie zu viele oder zu wenig Kilokalorien zu sich nimmt, ob sie die falsche Nahrung einnimmt und so weiter. Die Gewohnheiten zu reflektieren, ist für mich das A und O. Nebst der Ernährung müsste sie ausreichend Bewegung in den Alltag bringen. Und dann braucht es die Bereitschaft, etwas umzustellen. Das ist eigentlich mein Geheimrezept: Der Wille zur Veränderung und die Bereitschaft, etwas dafür zu tun.

Am 24. September ist es soweit und Sie starten am IWB Basel. Sind Sie bereit für den Halbmarathon?

Ja absolut!

Wollen Sie wissen, wie es Susann Kuehnel-Loeliger am Halbmarathon ergangen ist? Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Abnehmen war nie mein Ziel

Alex Kaeslin (40) lebt mit seiner Partnerin in Basel. Er erreichte das, wovon viele träumen: Er machte sein Hobby – das Fotografieren – zum Beruf. Dafür gehören die geregelten Arbeitszeiten der Vergangenheit an. Alex Kaeslin ist viel unterwegs, zu allen Tages- und Nachtzeiten. Der Sport blieb dabei auf der Strecke. Erst durch die Fitness Challenge erwachte der Sportlergeist erneut in ihm. Sein Ziel: einen Triathlon bewältigen.


Von null auf hundert – wie ist es Ihnen seit Beginn der Fitness Challenge ergangen? Eigentlich gut – ich bin zumindest immer noch am Trainieren. (lacht) Dabei habe ich mir die Wade gezerrt und die Schulter ist leicht entzündet. Das hat mich in meinem Trainingserfolg ein bisschen ausgebremst. Da macht sich halt bemerkbar, dass ich früher exzessiv Sport getrieben habe. Nun fühle ich mich zumindest wieder fit, das ist schon mal ein gutes Gefühl.

Bei unserem letzten Gespräch haben Sie gesagt, dass Ihnen – dem Nichtschwimmer – ein Schwimmkurs bevorsteht. Wie verlief dieser?

Bei so viel Wasser wie ich geschluckt habe, schwamm ich nach einer halben Stunde beinahe auf dem Trockenen! Mit dem Brustschwimmen habe ich kein Problem. Aber die Atemtechnik beim Kraulen fordert mich heraus. Trotzdem, der Kurs war lehrreich. Die Trainerin hat mir gezeigt, wie ich im Wasser liegen muss und wie die Beine und Arme optimal koordiniert werden, um möglichst effizient zu schwimmen. Meine Königsdisziplin wird das Schwimmen dennoch nie werden.

Sie halten an Ihrem Ziel fest, einen Triathlon zu absolvieren?

Auf jeden Fall. Ich muss nicht zwingend in jeder Disziplin ein Ass sein. Das ist das Schöne bei einem Triathlon: man hat drei Disziplinen zur Auswahl.

Das stimmt. Dafür müssen Sie drei verschiedene Sportarten trainieren. Wie finden Sie Zeit dazu?

Pro Woche muss ich drei bis fünf Trainingseinheiten absolvieren – innerhalb der drei Disziplinen Schwimmen, Joggen und Velo fahren bin ich flexibel. Mir hilft es, wenn ich das Training in den Alltag integriere. So verzichte ich zum Beispiel auf das Auto und fahre stattdessen mit dem Velo zur Arbeit. Oder ich nutze die Mittagspause für eine Joggingrunde. Eigentlich geht es problemlos, ich muss mir einfach bewusst Zeit für das Training einplanen.

Welche Disziplin liegt Ihnen am besten?

Das Joggen. Erstens mache ich das schon am Längsten und zweitens bin ich früher Marathon gelaufen. Beim Joggen weiss ich, wie es sich anfühlt, wie ich meine Leistung steigern kann. Mir gefällt auch die angenehme innerliche Müdigkeit nach dem Lauftraining.

Wie würden Sie einen Bewegungsmuffel zu mehr Sport motivieren?

Durch einen sanften Einstieg wie Spazieren gehen. So kriegt er zumindest ein bisschen frische Luft in die Lungen. Schritt für Schritt würde ich den Spaziergang verlängern oder das Tempo steigern bis hin zu einem leichten Lauftraining. Auch würde ich ihm raten, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen – Treppenlaufen statt den Lift nehmen, eine Busstation früher aussteigen usw. Ist ja alles nicht unbekannt. Ein Trainingspartner hilft sicher zusätzlich, um Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig anzuspornen.

Zu Beginn der Fitness Challenge haben Sie einen Ernährungsplan erhalten. Wie gelingt Ihnen die Umstellung Ihrer Essgewohnheiten?

Nach diversen Gesundheitstest wurde ein Ernährungsplan zusammengestellt, der genau zu mir passt. Ich habe viel über ausgewogenes Essen erfahren, gute Tipps erhalten und Spannendes herausgefunden. Einiges kann ich locker in meinen Alltag integrieren. Abnehmen war aber nie mein Ziel. Wenn ich am Abend Kohldampf habe, esse ich auch mal einen Teller Pasta – auch wenn ich abends auf Kohlenhydrate verzichten sollte. Durch die Fitness Challenge habe ich mein Körpergefühl zurückgewonnen. Ich kann gut unterscheiden zwischen dem, was mein Körper braucht, und dem, was einfach nur Lust ist. Was ich definitiv nicht mehr mache, ist dieses sinnlose überessen. Dank dem Sport merke fühlt sich die Haut, mein ganzer Körper, gestärkt und gestrafft an. Daher stimmt für mich auch mein Essverhalten.

Viele Leute kennen das Problem, dass sie sich aufgrund Arbeit und Zeitnot ungesund ernähren. Wie kann die Ernährung auch im Berufsalltag gesünder ausfallen?

Als Fotograf weiss ich selber, wie schwierig das ist. Gerade wenn ich bei einem Kunden bin, habe ich wenig Auswahl und mag auch nicht mein mitgebrachtes Lunchbag auspacken. Was sich aber bewährt, sind Snacks wie Früchte mitzunehmen. Man verringert den Appetit und stürmt am Mittag nicht das Buffet.

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